7 Tipps für ein erfolgreiches Semester

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Tipps zum Semesterstart

Die Vorlesungszeit hat begonnen! Du hast bestimmt auch schon viele gute Vorsätze für die nächsten Uni-Wochen. Wie dir die Umsetzung gelingt, verraten wir dir hier.

So ein Studium organisiert sich nicht von selbst. Altehrwürdige Professoren und Professorinnen hört man gerne sagen „Studium ist vor allem Selbststudium.“ Dass da ein Körnchen Wahrheit drin steckt, merkt man spätestens bei den Klausuren des ersten Semesters, die man völlig unterschätzt hat.

Damit du im neuen Semester gleich vorbildlich anfängst, haben wir hier ein paar Tipps gesammelt, die eigentlich ganz logisch klingen, für deren Umsetzung man aber manchmal zu faul ist:

1. Listig!

Listen helfen! Welche Bücher und Materialien brauchst du im neuen Semester? Wie viele ECTS-Punkte und Prüfungsleistungen musst du erbringen? Wie viele Klausuren und Referate müssen gemeistert werden? Wenn du all das schon am Anfang des Semesters auflistest, kannst du nicht nur deine Ausgaben planen, sondern auch vollgestopfte Referatswochen und fehlende ECTS-Punkte verhindern.

Listen sind aber nicht reine Organisationshelfer, auch der Psyche tun sie gut. Ist ein To-Do erst einmal abgehakt, tritt Erleichterung ein. Unerledigtes bleibt nämlich viel genauer im Gedächtnis. Hier spricht man vom Zeigarnik-Effekt. Wenn du also Dinge abgehakt hast, hast du mehr Platz im Oberstübchen für Neues. Klingt logisch, oder?

2. Sortieren ist besser als suchen

Ein Collegeblock ist ebenso schnell zugemüllt wie eine Festplatte, wenn man nicht aufpasst. Lege also am besten schon zu Beginn des Semesters die entsprechenden Ordner – ob nun digital oder analog – an und plane ruhig regelmäßig Zeit ein, um die zu sortieren. Es ist doch nichts nerviger, als zwei Wochen vor den Klausuren durch einen riesigen Stapel Zettel zu wühlen, um genau die eine Information zu finden, die dir zum Prüfungsglück fehlt. Also einfach mal die Werbepause zwischen den Lieblingsserien für eine fünfminütige Sortieraktion nutzen.

3. „Willst du mit mir… lernen?“

Nicht alle lernen gerne mit anderen zusammen und schließen sich lieber im stillen Kämmerchen ein. Das ist auch völlig in Ordnung so. Das Lernen in einer Lerngruppe kann aber auch Vorteile haben: Man kann sich gemeinsam auf Prüfungsinhalte verständigen und Dinge klären, die man vielleicht in der Vorlesung oder im Script nicht verstanden hat. Aber auch der oder die Erklärende hat einen Nutzen davon: Erklären hilft dabei das eigene Wissen noch einmal zu verfestigen. Wer gut erklärt, schreibt meist auch gut die Klausur.

Doch Vorsicht: Wenn sich deine Lerngruppe nur mit den Quatschereien über die neuste Folge „Game of Thrones“ aufhält, staht Modelle zu diskutieren, oder du einen Panikmacher dabei hast, der dir einfach nur eiredet, welche Sachen du noch nicht gelernt hast, solltest du das ansprechen und dich vielleicht lieber nach einer neuen Gruppe umsehen. Daher ist es ratsam, sich schon schnell zum Anfang des Semesters eine Gruppe zu suchen oder zur altbewährten Lieblingslerngruppe zurückzukehren. Nicht, dass die besten Erklärbären kurz vor den Klausuren schon anderweitig dozieren ;-)

4. Gut markiert ist halb studiert

Nicht selten werden die Textmarkermädels von Kommilitonen ausgelacht. Noch in der Vorlesung schreiben sie mit und scheinen alles in einem kniffligen neonfarbenen Farbcode zu versehen. Was für einige albern wirkt, hilft der Maltante aber schon dadurch beim Lernen. Das farblich Sortierte wird so fast unbewusst mit den entsprechenden Themengebieten verknüpft und nach Wichtigkeit sortiert.

Beim Durcharbeiten von Texten sollte man ein eigenes Farbsystem entwickeln und durchziehen. Wichtiges wird anders markiert als Beispiele und Definitionen. Die Uni Duisburg-Essen stellt dazu einen praktischen Leitfaden bereit.

Im zweiten Schritt kannst du dir die Themenkomplexe vielleicht auch noch mit einer Mind Map besser vergegenwärtigen und so linke und rechte Gehirnhälfte aktivieren. Also her mit den bunten Stiften!

5. Tools, Tools, Tools

Schau welche Materialien und Tools dir dabei helfen, dich zu organisieren. Ob nun ganz Old School mit Terminplaner und Klebezettelchen oder mit Apps auf deinem Smartphone und Laptop. Finde heraus, was du gerne und oft benutzt. Manchmal kann das Material oder das Tool auch der Ansporn sein: Mit dem neuen schicken Notizbuch lassen sich vielleicht viel lieber Seminarmitschriften machen. Möglicherweise helfen dir aber auch Programme und Apps wie Habit RPG oder ExamTime um dich besser zu organisieren. Wenn du mit solchen Tools einen Ansporn bekommst, die Herausforderungen des Semesters zu meistern, dann nutz sie doch einfach.

6. Zeitfresser?

Hast du kleine Rituale, die dir Zeit klauen? Werden Mails, WhatsApp und Facebook mindestens drei Mal gecheckt, bevor auch nur ein Blick auf die Rechenaufgabe für dein Tutorium geworfen wird? Hast du dir schon mal genau deinen Tagesablauf angeschaut und geguckt, ob du solche Kleinigkeiten rausschmeißen kannst? Überleg dir, ob die zeitfressenden Kleinigkeiten wirklich einen Nutzen haben. Vielleicht entdeckst du, dass du die Zeit anders verbringen kannst: mit Arbeit oder „echter“ Freizeit.

Manchmal können auch andere Personen Zeitfresser sein. Du hast dir extra die zwei Stunden zwischen Vorlesung und Tutorium als Bibliothekszeit eingeplant? Aus dem kurzen Kaffee mit dem Kommilitonen vor der Bibliothekszeit wird aber regelmäßig ein ausgedehntes Kaffeekränzchen und die Nachbereitung der Vorlesung wird in die Abendstunden oder auf drei Tage vor der Klausur verschoben. Muss eigentlich nicht sein. Also lieber allein ein Käffchen holen, in den Untiefen der Bib verschwinden und den Kommilitonen mit einem gutem Gewissen gemeinsam auf ein Feierabendbier treffen.

7. „Ey chill mal!“

Klingt blöd, „chillen“ sagt eh keiner mehr und das hier ist auch kein Aufruf faul zu werden. Wer allerdings immer nur ackert oder mit schlechtem Gewissen herum läuft, weil die Vorlesung eben noch nicht nachbearbeitet ist, verschenkt wertvolle Energie. Plan also ruhig einmal ein langes Wochenende oder einen lernfreien Urlaub in den Semesterferien ein. Natürlich nur als Belohnung für die komplett abgehakte To-Do-Liste! Zeigarnik-Effekt und so ;-)

Hast du noch bessere Tipps? Dann schreib uns an blog@campus-consult.de

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