Kommentar zur Continental Studentenumfrage „So tickt die Generation Y“

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dass sie sich um uns bemühen und den Job so ansprechend, flexibel und herausfordernd wie möglich gestalten.

Das ist alles nachvollziehbar. Doch interessant ist in meinen Augen, warum das so ist: liegt es daran, dass wir in unserem medialen Zeitalter einfach genügend Ablenkung erfahren können, mit der wir unsere Freizeit verbringen wollen? Oder liegt es daran, dass in den Zeiten der Globalisierung Reisen und Abenteuer in fernen Ländern einfacher und erschwinglicher geworden sind und wir dafür unsere Freiheit durch so etwas Banales wie einen Job nicht gänzlich aufgeben wollen, wie ältere Generationen gerne glauben? Oder haben wir an den Generationen unserer Eltern und Großeltern gesehen und selbst evtl. am eigenen Leib erfahren, dass Karriere machen alleine nicht das Non-Plus-Ultra im Leben sein kann? Sind erlebte und gesehene Dinge wie Burn-Out, Herz- und Gefäß-Krankheiten, Familienkrisen etc. dann doch eine zu große Bedrohung für unsere Generation, so dass wir bewusst den „Fuß vom Gas“ nehmen wollen und den Job nicht über alles stellen? Ich denke, dass eine Mischung aus diesen Fragen genau die Antwort beinhaltet: wir wollen uns nicht für einen Job zu Tode schinden, ohne das Leben genossen zu haben. Dass zu einem guten Leben auch ein interessanter und ausfüllender Job gehört, ist für unsere Generation dabei aber selbstverständlich und das zu gewährleisten erwarten wir von den Arbeitgebern. Ob die sich darauf aber schon eingestellt haben, steht noch auf einem anderen Blatt Papier.

Daniel Burgos, Geschäftsführer Campus Consult Projektmanagement GmbH, verantwortet das Thema Talent Management bei Campus Consult und referiert über die Schnittstelle zwischen den Anforderungen der Personalverantwortlichen und den Absolventen der Generation 

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