Studentische Beratung – kurz erklärt!

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Blog Studentische Beratung

Was ist die studentische Beratung überhaupt? Wir erklären dir hier was die studentische Beratung macht, wer dahinter steht und wie du mitmachen kannst!

Was?

Studierende beraten Unternehmen. In Einsätzen als Projektmitarbeiter_innen bringen Studierende ihr Können bei Unternehmen ein. Auf Augenhöhe mit Geschäftsführern arbeiten sie eigenverantwortlich, wenden das aktuelle Fachwissen aus der Uni an und erhalten eine angemessene Vergütung dafür. Die Projekte sind meist in wirtschaftswissenschaftlichen oder informatischen Bereichen und sehr vielfältig. So können Berater_innen auf dem Weg in den Traumberuf auch mal in die unterschiedlichen Bereiche reinschnuppern.

Darauf ist die Arbeit der studentischen Beratungen aber nicht limitiert. Was sie sonst noch so auf die Beine stellen, könnt ihr monatlich in unserem Social Media Blitzlicht nachlesen.

Wer?                                       

In den studentischen Unternehmensberatungen sind natürlich Studierende tätig. Die studentischen Unternehmensberatungen werden oder wurden von Studierenden an ihren eigenen Universitäten gegründet.  Es handelt sich meist um gemeinnützige Vereine. Einige davon können schon auf eine lange Geschichte zurückblicken. Urgesteine wie der Campus Consult e.V. können einen großen Erfahrungsschatz aus dem über 20-jährigen Bestehen schöpfen, da erfahrene Berater_innen immer gern das Wissen an Neulinge weitergeben. In vielen Beratungen gibt es deshalb auch entsprechende Mentoringprogramme.

Die Vorstände oder vertriebsaffine Mitglieder kümmern sich darum, Kontakte zu Unternehmen zu knüpfen und Projekte einzuholen. Wie die Projekte dann unter den Mitgliedern ausgeschrieben werden, kann je nach Beratung bzw. Leitlinien von einem der Dachverbände unterschiedlich ablaufen.

Innerhalb der studentischen Beratungen können sich Studierende vom ersten Semester an engagieren und qualifizieren. Dazu machen sie aber nicht nur Projektarbeit. Viele bleiben ihrer Beratung auch nach dem Abschluss, beispielsweise in Alumni-Netzwerken, verbunden.

In Deutschland gibt es zwei Dachverbände, in denen sich studentische Unternehmensberatungen organisieren: den BDSU und das JCNetwork. Beide Dachverbände treten in der Öffentlichkeit für ihre Mitgliedsvereine auf, um die Idee der studentischen Beratung beispielsweise an Unternehmen heranzutragen.

Unternehmen arbeiten mit diesen als Kuratoren und Kooperationspartner zusammen. Auf diesem Weg bieten sie den Beratungen nicht nur spannende Projekte, sondern unterstützen sie mit Workshops oder Finanzspritzen bei der Ausrichtung ihrer Treffen. Auf diesen können sich Unternehmen meist auf Firmenkontaktmessen präsentieren. So hat schon manche_r Berater_in den ersten Kontakt zum festen Arbeitgeber geknüpft.

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Noch über den zwei deutschen Dachverbänden steht der europäische Dachverband JADE- European Confederation of Junior Enterprises .

Warum?

Viel Theorie und wenig Praxiserfahrung. Unrealistische Erwartungen von Arbeitgebern. Viele Studierende beklagen diese große Lücke zwischen Universität und Wirtschaft. Beide Institutionen arbeiten meist nicht so zusammen, sodass sich Studierende nicht gut für den Arbeitsmarkt gerüstet fühlen. Studentische Berater_innen füllen diese Lücke selbst.

In Projektarbeit schulen sie ihre fachlichen Kompetenzen, sammeln Praxiserfahrung, werden verhandlungssicher und lernen potenzielle Arbeitgeber kennen. Oft qualifizieren die Beratungen ihre Mitglieder auch in den Bereichen EDV und Projektmanagement innerhalb von Workshops weiter.

Außerdem baut man innerhalb der studentischen Beratung ein unvergleichbares Netzwerk auf. Die Beratungen vernetzen sich untereinander beispielsweise über die beiden Dachverbände und treffen sich regelmäßig auf Kongressen und Arbeitskreistreffen. So knüpfen sie Kontakte, die ihnen und den nachfolgenden Beratergenerationen zu Gute kommen.

In einer aktuellen, europäischen Studie von McKinsey wird die studentische Unternehmensberatung als Möglichkeit des Berufseinstiegs empfohlen. Etwa 79% der europäischen Berater_innen schaffen demnach direkt nach dem Abschluss den Berufseinstieg. Eine starke Zahl, wenn man das mit den nur 59% Nicht-Berater_innen vergleicht, die sofort in den Job starten.

Wie mache ich mit?

Du hast Lust darauf bekommen, dich auch in einer studentischen Unternehmensberatung zu engagieren? Dann schau am besten mal an deiner Uni, ob es so etwas gibt. Da können auch die Seiten der beiden Dachverbände BDSU und JCNetwork nützlich sein. Gerne sind wir dir auch der der Suche nach einer Initiative behilflich. Sollte es keine Beratung an deiner Hochschule geben, hast du zwei Möglichkeiten:

  1. Gründe mit engagierten Studierenden selber eine Unternehmensberatung!
  2. Mach mit uns Projekte! Wir helfen dir bei deinem Einstieg als studentische_r Berater_in auch ohne Verein. Schau dir einfach unsere Projektbörse an, bewerbe dich auf ein Projekt oder füll deinen Lebenslauf in unserem Bewerberportal myCV aus.
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